Rückblick 2026


15. Januar 2026

Ein Abend im Zeichen der Erinnerung


Genau 85 Jahre nach der Uraufführung von Olivier Messiaens „Quartett auf das Ende der Zeit“ im Stalag VIII A begannen am 15. Januar die Messiaen-Tage 2026. Eine historische Führung an der Gedenkstätte und die Aufführung des Quartetts durch die Baltic Neopolis Virtuosi bildeten den Auftakt des Festivals. Aufgrund von Renovierungsarbeiten im Europäischen Zentrum fand das Konzert in diesem Jahr ausnahmsweise im Kulturforum Görlitzer Synagoge statt.

Ein gelungener Abend, der die besondere Geschichte der Messiaen-Tage auch 85 Jahre nach der Uraufführung lebendig werden ließ.

1. Mai 2026

Musik über Grenzen hinweg

 

Am 1. Mai wurden die Messiaen-Tage 2026 mit einem vielfältigen Programm fortgesetzt. Eine Pop-up-Ausstellung in der Görlitzer Altstadt lud dazu ein, Olivier Messiaen, das Stalag VIII A und das Festival kennenzulernen. Für einen musikalischen Akzent mitten in der Stadt sorgte die EuropaChorAkademie mit einem öffentlichen Konzert.

Am Abend brachte „Live Act: Messiaen Revisited“ junge Musiker aus Deutschland, Polen und Frankreich in Zgorzelec zusammen. Mit Werken etablierter und junger Komponist schlug das Konzert eine Brücke von Messiaens musikalischem Erbe zur zeitgenössischen Musik.

2. Mai 2026

Zwischen Geschichte und Gegenwart

 

Der 2. Mai begann an der Gedenkstätte Stalag VIII A mit einer Führung zu Olivier Messiaens Gefangenschaft und der Entstehung seines „Quartetts auf das Ende der Zeit“. Am Nachmittag stand bei einem Podiumsgespräch Messiaens Einfluss auf die zeitgenössische Musik im Mittelpunkt.

Den Abschluss bildete im Görlitzer Ständehaus ein gemeinsamer Konzertabend der EuropaChorAkademie und des Ensemble Écoute. Musik und Geschichte verbanden sich dabei zu einem vielseitigen Festivaltag über Grenzen und Generationen hinweg.

3. Mai 2026

Erinnerung in Bewegung

 

Der letzte Festivaltag begann mit einer Fahrradführung zu Orten der NS-Zwangsarbeit auf beiden Seiten der Neiße. Am Nachmittag gab ein Werkstattgespräch im Schlesischen Museum Einblicke in den aktuellen Forschungsstand zum Stalag VIII A und die Arbeit mit den Erinnerungen ehemaliger Kriegsgefangener und ihrer Familien.

Den Abschluss der Messiaen-Tage 2026 bildete das Konzert „Displaced Persons“ im Kulturforum Görlitzer Synagoge. Die Sinfonietta Dresden unter der Leitung von Milko Kersten verband Musik verschiedener Komponist mit Texten über Flucht, Vertreibung und den Verlust von Heimat.

Wir danken allen Partnern und Förderern der Messiaen-Tage 2026 für ihre Unterstützung.

interreg+euroregion

Das Projekt wurde durch die Europäische Union aus den Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen des Kleinprojektfonds Polen – Sachsen 2021-2027 finanziert.